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Heute um 14:23 Uhr war es wieder so weit: In einem Meeting zeigte sich die allzu bekannte Tendenz, Dinge unnötig zu verkomplizieren. Eigentlich sollte ein klar umrissenes Konzept entstehen. Nach rund 20 Minuten lag ein solider Ansatz auf dem Tisch. Doch statt diesen zu festigen, drehte sich die Diskussion plötzlich nur noch darum, warum die Lösung nicht funktionieren könnte. Ein konstruktives „Challenge the Solution“ wäre willkommen gewesen – doch es wurde versucht, den Ansatz sofort für jeden Sonderfall umzubauen.

Aus einem schlanken Konzept wurde ein komplexes Monster.

Damit Meetings nicht in solche Komplexitätsspiralen geraten, ist es entscheidend zu erkennen, warum Teammitglieder beginnen, ein Thema unnötig auszubauen. Ist der Auslöser klar, lässt sich die Diskussion wieder in produktivere Bahnen lenken.

Im Folgenden die häufigsten Gründe, warum Lösungen komplizierter werden als notwendig – und wie Projektleiter:innen gezielt gegensteuern können.


1. Complexity Bias – Die Verlockung des Komplizierten

Wir neigen dazu, komplexe Lösungen höher zu bewerten als einfache. Komplexität wirkt smarter, intelligenter, hochwertiger – obwohl das Gegenteil oft der Fall ist.

Fragen, die helfen:

Die meisten „Einbußen“ entpuppen sich als theoretische Risiken oder seltene Sonderfälle.


2. Verstecken hinter Komplexität – Prokrastination im Projektalltag

Komplexe Lösungen verschaffen Zeit. Man kann sich lange damit beschäftigen, ohne produktiv werden zu müssen. Eine klassische Prokrastinations-Strategie, die besonders in technischen Teams oft unbewusst zum Einsatz kommt.

Empfehlung:
Arbeiten Sie mit dem Prinzip des Minimum Viable Product (MVP).
Erstellen Sie zuerst die einfachste funktionierende Lösung – und denken Sie erst danach (oder parallel) über zusätzliche Varianten oder Sonderfälle nach.


3. Perfektionismus – Die Angst vor Fehlern

Viele möchten alle Eventualitäten voraussehen. Doch Perfektionismus führt dazu, dass einfache Prozesse mit unzähligen Sonderregeln angereichert werden, nur um theoretisch jedes denkbare Szenario abdecken zu können.

Fragen Sie daher:

Nicht jede seltene Ausnahme braucht eine eigene Prozessschleife.


4. Kontrollbedürfnis – Sicherheit durch Kompliziertheit

Einfache Lösungen können sich unsicher anfühlen. „Wenn es so simpel ist, haben wir bestimmt etwas übersehen.“
Komplexe Pläne geben das Gefühl, alles im Griff zu haben – auch wenn es objektiv nicht stimmt.

Tipp:
Nutzen Sie dieselben Überlegungen wie beim Perfektionismus:
Risiken realistisch bewerten, statt durch Komplexität vermeintliche Sicherheit zu erzeugen.


5. Kognitive Energieeinsparung – Verantwortung vermeiden

Komplexität kann auch als Schutzschild dienen. Wenn etwas so kompliziert ist, dass es kaum jemand versteht, kann man auch nicht verantwortlich gemacht werden. Ein unbewusster Mechanismus, der Teams lähmen kann.

Konkrete Technik:
Bitten Sie eine Person im Meeting, den bisherigen Lösungsansatz in eigenen Worten zusammenzufassen.
Das schafft Klarheit – und entlarvt unnötige Verkomplizierungen sofort.


Fazit: Halten Sie die Lösung einfach – und halten Sie Kurs

Als Projektleiter:in können Sie entscheidend steuern, ob eine Lösung schlank bleibt oder ausufert. Stellen Sie sicher, dass:

Einfach ist selten trivial – aber oft der effektivste Weg zum Ziel.